Inspiration für geschichten finden # Gefühle

Teil 7 : Gefühle als Quelle der Inspiration

Weiter geht es mit Teil sieben meiner Reihe

Inspiration für Geschichten finden

Stell dir eine Welt ohne Gefühle vor

Freude.

Trauer.

Wut.

Angst.

Ekel.

Stell dir vor, all diese Gefühle würden einfach verschwinden.

Keine Freude mehr über einen Erfolg. Kein Schmerz über einen Verlust. Keine Angst vor Gefahren. Keine Wut über Ungerechtigkeit.

Auf den ersten Blick würde eine solche Welt vielleicht friedlicher wirken. Aber wäre sie wirklich besser? Oder einfach nur leer?

Essen ohne Genuss. Treffen ohne Verbindung. Familie ohne Halt. Abschiede ohne Trauer. Erfolge ohne Stolz.

Ich glaube, Gefühle machen uns erst zu dem, was wir sind. Sie bringen uns dazu, über uns hinauszuwachsen. Sie helfen uns zu lernen. Und manchmal zeigen sie uns Dinge, die unser Verstand allein niemals erkennen würde.

Können wir ohne gefühle überhaubt überben?

Eine interessante frage findest du nicht.

Was wäre, wenn ein Kind schreit und niemand reagiert? Wenn ein Haus brennt und es niemanden interessiert? Wenn du keine Angst mehr verspürst und jede Gefahr einfach ignorierst?

Würden wir das überstehen?

Ich glaube nicht.

Denn Gefühle sind weit mehr als nur Reaktionen. Sie sind ein Orientierungssystem. Sie zeigen uns, was wichtig ist, wovor wir uns schützen sollten, was wir verloren haben und was wir niemals aufgeben möchten.

Gefühle begleiten uns jeden Tag

Warst du schon einmal so traurig, dass du kein Glück mehr sehen konntest? So glücklich, dass du es mit der ganzen Welt teilen wolltest? So wütend, dass du beinahe die Kontrolle verloren hättest?

Jeder von uns kennt solche Momente.

Gefühle können durch einen Film ausgelöst werden. Durch ein Lied. Durch einen Menschen. Oder sogar durch die ersten Sonnenstrahlen am Morgen auf deiner Haut.

Und das Faszinierende daran: Jeder Mensch empfindet etwas anderes. Während der eine Freude spürt, empfindet der andere vielleicht Melancholie. Während der eine Hoffnung sieht, sieht der andere Verlust. Genau deshalb sind Gefühle so spannend und so menschlich.

Du kaufst kein Buch. Du kaufst ein Gefühl.

Hast du diesen Satz schon einmal gehört?

Du kaufst kein Buch. Du kaufst ein Gefühl.

Ich glaube, darin steckt viel Wahrheit. Natürlich kaufen wir Geschichten, Charaktere, Welten und Abenteuer. Aber am Ende bleiben oft nicht die Ereignisse in Erinnerung sondern das Gefühl dahinter.

Die Hoffnung die wir begleitet haben. Die Sehnsucht die wir gespürt haben. Die Verzweiflung die mir mit erlebt haben. Und die Freude.

Man sagt auch: Ein gutes Buch erkennst du daran, dass du nach der letzten Seite das Gefühl hast, dich von Freunden verabschieden zu müssen.

Und irgendwie stimmt das. Denn oft erinnern wir uns nicht zuerst an jede einzelne Szene, sondern daran, wie uns eine Geschichte berührt hat.

An Figuren, die uns begleitet haben.

An Welten, in denen wir für einen kurzen Moment wirklich gelebt haben.

Gefühle können Geschichten erschaffen

Jetzt kommt der spannende Teil.

Nimm dir ein Gefühl.

Irgendeines.

Hast du eines gefunden?

Gut. Dann verwandle dieses Gefühl in eine Szene.

Was siehst du?

Vielleicht einen Mann mit einem Regenschirm. Ein Kind, das Eis isst. Jemanden, der am Strand liegt und die Sonne genießt.

Und jetzt lass die Szene weiterlaufen.

Der Mann mit dem Regenschirm warum steht er dort? Wartet er auf jemanden? Oder befindet er sich vielleicht sogar an einem Tatort?

Das Kind mit dem Eis warum wirkt es plötzlich traurig? Hat es sich verlaufen? Oder wartet es auf jemanden, der nie gekommen ist?

Die Person am Strand ist sie allein? Oder liegt neben ihr jemand, den sie liebt?

Merkst du, was passiert? Ein Gefühl erzeugt Bilder. Die Bilder erzeugen Fragen. Und aus den Fragen entstehen Geschichten.

Welches Gefühl soll dein Buch hinterlassen?

Das ist vielleicht die spannendste Frage überhaupt.

Verzweiflung?

Dann vielleicht die Geschichte eines Königs, der alles daran setzt, sein Reich zu retten und dabei sich selbst verliert.

Hoffnung?

Dann vielleicht die Geschichte eines Lehrlings, der immer wieder scheitert und trotzdem niemals aufgibt.

Sehnsucht?

Dann vielleicht die Geschichte eines Menschen, der nach einem Ort sucht, den er nie gesehen hat – und den er vielleicht gar nicht finden kann.

Oft beginnt eine Geschichte nicht mit einem Plot. Nicht mit einer Welt. Nicht einmal mit einem Charakter. Sondern mit einem einzigen Gefühl, das nicht loslässt.

Zum Mitnehmen

Gefühle sind weit mehr als nur Emotionen. Sie begleiten uns. Sie lehren uns. Sie warnen uns. Sie verbinden uns mit anderen Menschen. Und manchmal schenken sie uns sogar eine Geschichte.

Vielleicht beginnt deine nächste Idee nicht mit einem Ort, nicht mit einem Helden, nicht mit einem Abenteuer.

Vielleicht beginnt sie mit einem einzigen Gefühl.

Also frage ich dich:

Was siehst du, wenn du deinem Gefühl folgst?

Wenn Gefühle der Beginn einer Geschichte sind – dann ist der Newsletter vielleicht der Ort, wo ich dir erzähle, wie meine entstehen.

Dort teile ich Einblicke in meine Projekte, meine Inspiration und den Aufbau meiner Autorenkarriere. Gedanken, die es nicht immer auf den Blog schaffen. Ohne festen Rhythmus. Einfach dann, wenn es etwas zu sagen gibt.

Vielleicht ist genau das der richtige Ort für dich.

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