Inspirationen für Geschichten finden  # Enttäuschungen

Teil 2: Wenn aus Enttäuschung das Glühen für eine eigene Geschichte entsteht

Weiter geht es mit dem zweiten Teil meiner Reihe

Inspiration für Geschichten finden

Auch Enttäuschung kann ein Anfang sein

Normalerweise sind meine Träume meine größte Inspirationsquelle. Meine Muse, wenn man es so sagen will.

Denn Viele meiner Ideen entstehen nachts. Zwischen Schlaf und Wachsein.
Zwischen Bildern, Gefühlen und seltsamen Orten, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Doch bei einer meiner Geschichten, die noch darauf wartet, erzählt zu werden, war es anders.

Dort begann alles mit Enttäuschung.

Und aus genau dieser Enttäuschung entstand langsam der Funken für eine eigene Welt.

Wie alles begann

Du hast bestimmt schon einmal ein Buch gelesen und warst am Ende frustriert.

Nicht, weil die Idee schlecht war.

Sondern weil du gespürt hast:

Da wäre mehr möglich gewesen. Viel mehr.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Man beendet eine Geschichte und denkt die ganze Zeit darüber nach, was daraus alles hätte werden können.

Nicht über die Handlung selbst.

Sondern über das Potenzial.

Genau so ging es mir.

Und aus diesem Gefühl entstand eines meiner Projekte.

Der Moment der Enttäuschung

In meinem Fall ging es um eine Werwolfgeschichte.

Die Grundidee hatte wirklich Potenzial.
Aber die Charaktere konnten das Ganze für mich nicht tragen.

Da war der dominante Alpha, der alles kontrollierte, keine Zweifel kannte und jede Situation mit Leichtigkeit und stärke regelte.

Und auf der anderen Seite eine starke, schlagfertige Frau, die unabhängig wirken sollte und trotzdem ständig gerettet werden musste.

Du merkst vermutlich selbst, warum sich das irgendwann widersprüchlich angefühlt hat.

Die Dynamik wirkte einfach nicht echt.

Und genau dieses Gefühl blieb bei mir hängen.

Vielleicht sogar stärker als die Geschichte selbst.

Ich war enttäuscht darüber, weil so viel potential verschenkt wurde.

Der entscheidende Gedanke

Irgendwann habe ich mir eine einfache Aufgabe gestellt:

Wenn du glaubst, du kannst es besser, dann versuch selbst eine neue ander Geschichte zu schreiben.

Aber genau so kann es anfangen und das hat es auch.

Manchmal sind es genau diese Gefühle, die dich nicht mehr loslassen.

Und genau daran merke ich oft, dass daraus mehr entstehen kann.

Nicht als Kopie oder Abklatsch.

Ich wollte keine bestehende Geschichte nehmen und neu aufbauen.

Nein.

Ich wollte etwas Eigenes erschaffen.

Eine neue Welt.
Neue Figuren.
Neue Konflikte.

Etwas, das nur mir gehört.

Ob es besser wird weis ich nicht, ich will mir nicht anmaßen das zu entscheiden, das wird die Aufgabe meine Leser sein. Ich weis nur Eines mein Herz brennt für die Geschichte sehr und ich freue mich schon richtig wenn sie an der reihe ist, sei zu erzählen.

Eine eigene Geschichte entsteht

Also habe ich mit einer leeren Dokument begonnen.

Mit nichts weiter als einem Vorgegebene Thema:

Werwölfe.

Ich wusste bereits was ich nicht wollt, jetzt musste ich nur noch rausfinden was ich wollte.

Und dann habe ich angefangen, mir Fragen zu stellen.

Was möchte ich erzählen?
Welche Figuren würden sich echt anfühlen?
Welche Konflikte würden entstehen?
Was wäre mir persönlich wichtig?

Und langsam begann etwas zu wachsen.

Erst waren da nur einzelne Szenen und ein Figur, die protagonistign, die mir gleich Simpatisch war. Dann kam auch schon die erste Begegnung dazu und ich spürte förmlich unausgesprochene Spannung.

Die begegnung lies immer mehr rauf für Konflikte und zeigte den weg dort hin.

Und irgendwann blieb es nicht mehr nur bei Werwölfen.

Vampire kamen dazu.
Fey.
Menschen.

Und noch etwas anders.

Jede Gruppe brachte neue Probleme mit sich.
Neue Regeln.
Neue Spannungen.

Und plötzlich entstand daraus eine Welt, die immer größer wurde.

Was schon zu beginn klar war, ich wollte eine moderne Welt voller alter Wesen.

Voller Konflikte, Geheimnisse und zerbrechlicher Bündnisse.

Und irgendwann wurde mir klar, dass diese fragile Welt eine Bedrohung brauchte, die größer war als ihre eigenen Konflikte.

Etwas, das niemand kommen sah.

Etwas, das alles zum Einsturz bringen könnte.

Was ich anders wollte

Ich wollte keine Figuren, die sich nur in bekannten Mustern bewegen.

Keinen Alpha, der alles kontrolliert.

Keine Protagonistin, die ständig gerettet werden muss.

Ich wollte Figuren, die sich auf Augenhöhe begegnen. Mit all ihren Wunden und Narben.

Die sich herausfordern.
Die voneinander lernen.
Die Fehler machen.

Die sich enttäuschen.

Und trotzdem alles füreinander geben würden.

Ich wollte sie scheitern sehen.

Denn genau das fühlt sich für mich menschlich an.

Inspiration ist keine Kopie

Es gibt einen Unterschied zwischen Inspiration und Kopie.

Wenn dich eine Geschichte enttäuscht, bleibt oft nicht die Handlung zurück.

Auch nicht die Figuren.

Sondern ein Gefühl.

So hätte es sich für mich richtig angefühlt.

Und genau dort beginnt etwas Eigenes.

Du nimmst nicht die Geschichte.

Du nimmst das Gefühl, das sie hinterlassen hat.

Und daraus entsteht etwas Neues.

Etwas, das vielleicht im gleichen Bereich spielt aber trotzdem eine völlig eigene Seele besitzt.

Mehr als nur eine Reaktion

Aus diesem Gedanken ist ein ganzes Universum entstanden.

Charaktere.
Konflikte.
Geschichten.

Vieles davon ist in einer Schreibpause gewachsen.

Oft dann, wenn ich eigentlich an etwas ganz anderem arbeiten wollte.

Im Moment liegt diese Geschichte noch auf meiner Festplatte
und wartet darauf, erzählt zu werden.

Aber sie lebt bereits.

Zumindest in meinem Kopf.

Ein kleiner Vorgeschmack

Ich habe sogar begonnen, Lieder und alte Texte für diese Welt zu schreiben.

Nicht, weil sie perfekt sein müssen.

Sondern weil sie helfen, eine Welt lebendig wirken zu lassen. Und auch besser zu verstehen.

Ein kleiner Ausschnitt daraus:

So holen dich die dunklen Schatten

Einst zog die Nacht mit stillem Schritt,
die Schatten folgten, kalt und wild.
Aus tiefen Finstern stieg ihr Heer,
kein Herz, kein Licht, kein Leben mehr.

Sie schlichen lautlos, schwarz wie Nacht,
umhüllten Wälder, Dorf und Macht.
Wo Schatten krochen, erlosch das Licht,
die Welt versank im Angesicht.

…..

Ist es schon Fertig?

Ich weis es noch nicht.

Vielleicht werde ich das Lied noch verändern.
Vielleicht schreibe ich neue Strophen, dazu oder werd allte etwas aubauen.

Aber die Grundstimmung habe ich, glaube ich, ganz gut eingefangen.

Es soll wie eine Warnung wirken.

Für eine Welt, die viel zerbrechlicher ist, als ihre Bewohner glauben.

Deine eigene Stimme

Manchmal zeigen dir andere Geschichten nicht, was du schreiben willst.

Sondern was du niemals so schreiben würdest.

Und genau darin liegt etwas Wertvolles.

Du kannst aus einem Gefühl etwas völlig Neues entstehen lassen.

Etwas, das vielleicht ähnliche Elemente besitzt aber trotzdem komplett dir gehört.

Vielleicht ist genau das das Spannende am Schreiben.

Dass selbst Enttäuschung etwas erschaffen kann, das irgendwann ganz dir gehört.

Zum Mitnehmen

Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit einer Idee.

Sondern mit Enttäuschung.

Mit dem Gefühl,
dass da mehr hätte sein können.

Und vielleicht ist genau das der Moment,
in dem deine eigene Geschichte beginnt.

Inspiration kann auf viele Arten entstehen.

Und manchmal findest du sie genau dort,
wo du sie nie erwartet hättest.

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sondern auch Gedanken über das Schreiben, Einblicke in meine Welten, neue Projekte und alles, was hinter meinen Geschichten entsteht.

Vielleicht wartet dort schon die nächste Inspiration auf dich.

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