Mein realistischer Plan – statt Bestseller Traum
Das hier ist der Auftakt zu einer kleinen Reihe. – Als Autor Geld verdienen Teil 1
Ich möchte offen dokumentieren, wie ich mir als Autor langfristig ein Einkommen aufbauen will. Keine Erfolgsgeschichte im Rückblick, sondern ein ehrlicher Blick mitten im Aufbau.
Die Fortsetzungen werden mit der Zeit entstehen. Denn vieles lässt sich erst beurteilen, wenn Erfahrung da ist.
Und genau darum geht es hier.
Der Bestseller Traum ist selten Realität
Lange hielt sich das Bild vom Autor, der ein Buch schreibt, damit einen Bestseller landet und danach finanziell ausgesorgt hat.
Heute weiß fast jeder, dass das eher Ausnahme als Regel ist.
Schreiben ist ein kreativer Beruf, aber auch ein wirtschaftlicher. Und allein von Buchverkäufen zu leben, gelingt nur einem kleineren Teil der Autoren.
Bei klassischen Verlagen liegt der Anteil pro verkauftem Buch häufig im unteren einstelligen Eurobereich. Die genaue Höhe hängt stark vom Vertrag, Format und Verkaufspreis ab.
Im Selfpublishing können die Margen höher sein, gleichzeitig trägt man dort jedoch sämtliche Produktionskosten selbst. Lektorat, Cover, Buchsatz, Marketing und Zeitaufwand gehören fest dazu.
Beides hat Vorteile. Beides hat Grenzen.
Deshalb möchte ich mich nicht auf eine einzige Einnahmequelle verlassen.
Mein eigentliches Ziel
Bevor ich mir konkrete Einnahmewege überlegt habe, musste ich mir eine grundlegendere Frage beantworten:
Was möchte ich überhaupt erreichen?
Meine Antwort ist simpel: Ich möchte langfristig von meiner kreativen Arbeit leben können. Stabil. Ohne permanenten finanziellen Druck. Ohne jedes Projekt unter Verkaufszwang zu stellen.
Das bedeutet nicht Reichtum. Sondern Verlässlichkeit.
Und Verlässlichkeit entsteht selten durch nur eine Einnahmequelle. Also machte ich mir Gedakne über ein System.
Warum ich mehrere Standbeine aufbauen will
Ich sehe meine zukünftige Autorenarbeit als kleines Ökosystem. Mehrere Bereiche, die sich gegenseitig stützen.
Bücher bleiben mein Herzstück. Aber sie stehen nicht allein.
Ein System reduziert Risiko. Es schafft Flexibilität. Und es erlaubt mir, auch dann kreativ zu arbeiten, wenn einzelne Projekte mal weniger einbringen.
Diese Perspektive hat mir viel Druck genommen.
Aber was sind die Grundpfeiler?
Säule eins: Meine Bücher
Meine Bücher sind und bleiben die Basis. Sie sind der kreative Kern meiner Arbeit. Dort entsteht die eigentliche Kunst.
Neue Projekte werden nach und nach erscheinen. Manche im Selfpublishing, manche möglicherweise über Verlage. Gerade im Kinderbuchbereich baue ich langfristig auf Kooperationen mit Verlagen, weil Illustration, Produktion und Vertrieb dort komplexer und ganz anders wie im Ya-Bereich.
Finanziell plane ich hier bewusst konservativ. Alles, was darüber hinausgeht, ist Bonus.
Säule zwei: Mein Blog
Mein Blog ist langfristig vermutlich mein stabilstes Fundament. Nicht sofort, sondern über Zeit.
Ein Blog kann viele Funktionen erfüllen:
Community aufbauen
Vertrauen schaffen
Leserbindung stärken
Produkte vorstellen
Kooperationen ermöglichen
Mögliche Einnahmequellen sind zum Beispiel:
Digitale Produkte wie Workbooks
Affiliate Kooperationen
Später dezente Werbung – aber nur sehr dezent.
Partnerschaften mit passenden Anbietern die ich auch selber gut finde.
Mir ist wichtig, dass das organisch wächst. Ohne aggressive Vermarktung oder Schnellschüsse.
Weitere mögliche Einnahmequellen
Neben Büchern und Blog entstehen bei mir aktuell auch Workbooks rund ums Schreiben. Sie sollen begleiten, nicht belehren. Erfahrungsräume schaffen statt starre Regeln vermitteln.
Auch internationale Veröffentlichungen sind geplant. Sie spielen langfristig eine Rolle. Übersetzungen erweitern Reichweite und Markt.
Ob und wie stark diese Bereiche tragen werden, zeigt die Zeit. Aber sie gehören bewusst zu meinem Gesamtbild.
Es gibt natürich noch viele weitere Wege, wie Autoren Einnahmen generieren können.
Lesungen zum Beispiel. Workshops, Lizenzverkäufe oder Auftragsarbeiten sind weiter Säulen die tragen könne.
Für mich stehen aktuell Bücher, Blog und digitale Produkte im Fokus. Aber ich lasse bewusst offen, wie sich mein Weg weiterentwickelt.
Ein realistischer Blick auf das Ganze
Ich habe keine Garantie, dass dieser Plan, den ich da Plane, exakt so funktioniert. Niemand hat das. Kreative Berufe bleiben dynamisch.
Was ich aber habe:
eine klare Richtung und Vorstellung
eine langfristige Strategie die mich hoffentlich nicht im stich lässt
Geduld mehr oder weniger
und jede menge Freude am Aufbau.
Das reicht für den Anfang.
Warum ich das offen teile
Viele sprechen erst über Geld, wenn es läuft. Ich finde es spannender, den Weg dorthin sichtbar zu machen.
Nicht perfekt. Nicht abgeschlossen. Sondern ehrlich.
Vielleicht hilft das anderen Autoren. Vielleicht motiviert es. Vielleicht zeigt es einfach, dass Aufbau Zeit braucht.
Und dass das völlig in Ordnung ist.
Fortsetzung folgt
Dieser Artikel ist eine Momentaufnahme. In einem Jahr werde ich vermutlich anders darauf schauen.
Dann gibt es Teil zwei. Mit echten Zahlen, echten Erfahrungen und vermutlich auch ein paar Überraschungen.
Bis dahin begleite ich dich gern weiter hier im Blog.
Denn eine Autorenkarriere entsteht selten über Nacht. Sondern Schritt für Schritt.
Serie:
Geld verdienen als Autor (Teil 1) – gerade Gelesen


