Warum ich einen Contentplan habe, aber keinen starren Redaktionsplan
Planung oder Kreativität
Wenn man sich mit Blogging beschäftigt, stößt man sehr schnell auf denselben Ratschlag:
Erstelle einen Redaktionsplan.
Die Idee dahinter ist einfach. Man plant im Voraus, wann welcher Artikel veröffentlicht wird. So bleibt der Blog regelmäßig aktiv und strukturiert.
In der Theorie klingt das sehr sinnvoll.
In der Praxis habe ich jedoch gemerkt, dass ein starrer Redaktionsplan für mich nicht funktioniert.
Mein erster Versuch mit einem Redaktionsplan
Natürlich habe ich es ausprobiert.
Ich habe eine Tabelle erstellt, Themen gesammelt und versucht, genau festzulegen, wann welcher Artikel erscheinen soll.
Weiter bin ich nicht gekommen denn das Problem war :
Meine Kreativität hatte andere Pläne. Wie immer eigentlich.
Manchmal sprudeln Ideen plötzlich. Dann könnte ich mehrere Artikel hintereinander schreiben.
An anderen Tagen merke ich, dass ein bestimmtes Thema gerade nicht funktioniert. Wenn ich mich dann trotzdem zwinge, entsteht meistens kein guter Text.
Also habe ich meinen Ansatz verändert.
Der Unterschied zwischen Redaktionsplan und Contentplan
Heute arbeite ich nicht mit einem festen Redaktionsplan.
Stattdessen nutze ich einen Contentplan.
Der Unterschied ist simpel.
Ein Redaktionsplan legt fest, wann ein Artikel erscheinen soll.
Ein Contentplan sammelt Ideen und hilft dabei, den Überblick zu behalten.
In meinem Contentplan halte ich zum Beispiel fest:
- Kategorie des Artikels
- Titel oder Arbeitstitel
- kurze Inhaltsidee
- mögliche interne Verlinkungen
- Status des Artikels
- Notizen zu Social Media oder Pinterest
So weiß ich jederzeit, welche Themen ich bereits geplant habe.
Planung und Flow schließen sich nicht aus
Der Contentplan gibt mir Struktur, ohne meine Kreativität einzuschränken.
Ich kann Ideen sammeln, Serien planen und Themen miteinander verbinden. Gleichzeitig entscheide ich spontan, welcher Artikel gerade geschrieben wird.
Wenn ein Thema gerade gut fließt, arbeite ich daran.
Wenn nicht, lasse ich es kurz ruhen und greife eine andere Idee aus meiner Liste auf.
So bleibt der Kopf frei und trotzdem geht nichts verloren.
Wenn der Contentplan selbst sehr groß wird
Mit der Zeit kann so ein Plan allerdings auch ziemlich umfangreich werden.
Je mehr Ideen sich ansammeln, desto länger wird die Liste. Dann kommt irgendwann der Moment, in dem man kurz innehalten muss.
Mir ist das auch schon passiert.
Man fragt sich plötzlich:
Habe ich zu diesem Thema nicht schon einen Artikel geplant?
Und dann merkt man beim Durchsehen der Tabelle:
Ach ja, der steht ja bereits im Plan.
Aber genau dafür ist der Contentplan da.
Selbst wenn er groß wird, behält man immer noch deutlich besser den Überblick, als wenn man seine Ideen nur lose im Kopf sammelt.
Planung ist ein Werkzeug, kein Käfig
Viele Ratgeber stellen Planung und Kreativität als Gegensätze dar.
Entweder man arbeitet streng nach Plan oder man schreibt nur, wenn Inspiration kommt.
Für mich liegt die Lösung irgendwo dazwischen.
Mein Contentplan ist kein starres System. Er ist eher eine Landkarte meiner Ideen.
Er zeigt mir, welche Wege ich bereits gegangen bin und welche Themen noch darauf warten, entdeckt zu werden.
Fazit
Ein Redaktionsplan kann für viele Blogger sehr gut funktionieren.
Für mich persönlich passt ein flexibler Contentplan besser.
Er hilft mir, Ideen zu sammeln, Themen zu organisieren und den Überblick zu behalten. Gleichzeitig bleibt genug Raum für Kreativität und spontane Einfälle.
Und genau diese Mischung sorgt dafür, dass mein Blog Schritt für Schritt wächst.
Wenn du dich ebenfalls für Schreiben, kreative Prozesse und den Aufbau einer Autorenkarriere interessierst, begleite mich gern ein Stück auf diesem Weg.
Im Newsletter teile ich Gedanken, Erfahrungen und Einblicke, die nicht immer ihren Platz im Blog finden.
Ganz ohne festen Rhythmus. Einfach dann, wenn es etwas Neues zu erzählen gibt.
Vielleicht sehen wir uns dort wieder.
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