Verlagsabsage manuskript

Verlagsabsage: Was ich daraus gelernt habe und was sie wirklich bedeutet

Wie alles begann

Ich habe zwei Leidenschaften.

YA Fantasy Geschichten und philosophische Kinderbücher, bevorzugt in Reimform.

Meine YA Projekte werde ich im Selfpublishing veröffentlichen.

Im Kinderbuchbereich möchte ich jedoch ein Zuhause bei einem Verlag finden. Dort gehört einfach viel mehr dazu, gerade im Bereich Illustration und Umsetzung, und genau das möchte ich nicht alleine tragen. Das überfordert mich.

Also habe ich angefangen, mein fertiges Kinderbuchmanuskript zu verschicken.
Mit dem Arbeitstitel: „Mission Stern“

Und meine Erfahrungen damit möchte ich hier teilen.

Wie viele Verlage ich angeschrieben habe

Ich habe insgesamt 24 Verlage angeschrieben. Zu denen Mein Kinderbuch Projekt passen könnte.

Das Ganze in zwei Runden:

Die erste Runde bestand aus 10 Verlagen.
Die zweite aus 14.

Zwischen den beiden Runden lagen etwa fünf Monate.

Was noch wichtig zu erwähnen ist. Man sollte nie einfach irgend welche Verlage anschreiben sonder sich immer Informieren, das erhöht auch die Chansen für sein Manuskript ein passendes zuhause zu finden.

Wird es noch eine dritter runde geben, wenn mein Vorhaben scheitert. Schwierig zu sagen, den langsam gehen mir die passenden Verlage aus. Also hoffe ich sehr das ich erfolgreich sein werde.

Die ersten Absagen

Gestartet habe ich mit dem Verschicken meines Manuskriptes im Spätsommer, Anfang September.

Die erste Absage kam relativ schnell. Nach etwa vier Wochen.

Die zweite folgte Ende November.

Und die dritte ließ über fünf Monate auf sich warten.

Allein das zeigt schon:

Es gibt keinen festen Zeitrahmen.

Absagen und Fristen

Viele Verlage geben auf ihren Seiten Zeiträume an, an denen man sich orientieren kann.

Zum Beispiel:

  • 10 Wochen
  • 12 Wochen
  • 3 Monate
  • sogar 6 Monate stehen nicht selten auf dem Plan

Oft steht dabei, dass man innerhalb dieser Zeit eine Rückmeldung bekommt.
Was jedoch eher selten der Fall ist.

Meistens wird zusätzlich erwähnt:

Wenn innerhalb dieser Zeit keine Antwort kommt, kann man das als Absage werten.

Bei einigen Verlagen habe ich diese Frist überschritten.

Andere haben sich tatsächlich die Mühe gemacht, mir zu antworten.
Und das ist wirklich nicht selbstverständlich.

Gute und schlechte Verlagsabsagen

Im ersten Moment denkt man:

Auf den ersten Blick wirkt jede Absage gleich.

Und Im ersten Moment fühlt sich jede Absage auch gleich an.
Kurz. Ernüchternd. Still.

Aber mit etwas Abstand verändert sich der Blick darauf.

Zwischen den Zeilen kann man sehr viel herauslesen.

Zum Beispiel:

Ob ein Manuskript grundsätzlich tragen kann
Oder ob man sich noch einmal intensiv damit beschäftigen sollte.

Wie meine Absagen aussahen und warum ich sie als gutes Zeichen einordne

Eine Absage zu bekommen ist normal.

Eine gute Absage hingegen ist selten.

Warum ich von einer guten Absage spreche, obwohl es eine Absage ist?

Weil sie mir etwas gezeigt hat.

Dass mein Manuskript funktioniert

Meine Absagen waren persönlich formuliert.
Sogar mit dem Pseudonym, das ich im Kinderbuchbereich verwenden möchte.

Und sie enthielten mehr als nur Standardformulierungen.

Zum Beispiel:

„Ihre Idee und Umsetzung zeigen spannende Ansätze“

Das schreiben Verlage nicht automatisch.

Das ist kein leerer Standardsatz.

Was ich daraus lesen konnte:

  • Mein Manuskript wurde wirklich gelesen
  • Es hat Interesse geweckt
  • Es wurde ernst genommen

Und genau das erreichen viele Texte nie.

Wenn ein Verlag mehr schreibt

„Passt nicht in unser Programm“

Dieser Satz wirkt im ersten Moment endgültig.

Aber tatsächlich ist er einer der häufigsten Ablehnungsgründe.

Und oft bedeutet er nicht:

Das Manuskript ist schlecht

Sondern:

  • Das Thema passt gerade nicht ins Programm
  • Ähnliche Projekte sind bereits geplant
  • Die Vermarktung ist aktuell schwierig

Das hat oft nichts mit der Qualität zu tun.

Standardabsagen sehen anders aus

Eine echte Standardabsage ist kurz.

Sehr kurz.

Oft nur ein Satz.

Dort fallen eher Sätze wie:

„Leider nicht geeignet“
„Entspricht nicht unseren Anforderungen“

Und genau darin liegt der Unterschied.

Meine Absagen hatten:

  • einen persönlichen Einstieg
  • eine konkrete Rückmeldung
  • eine Einordnung der Entscheidung

Das ist kein Desinteresse.

Das ist eine wertschätzende Absage.

Standardabsagen sind meist sehr neutral.

Wenn Verlage mehr sagen

Manchmal stehen in Absagen Sätze wie:

„Wir haben intern intensiv diskutiert“
„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“
„Wir sehen großes Potenzial, aber …“

Das klingt im ersten Moment freundlich.

Ist aber sehr aussagekräftig.

Das bedeutet oft:

  • Sie mochten das Manuskript
  • Es gab wahrscheinlich Befürworter
  • Es war ernsthaft im Gespräch

Häufig sehr knapp an einer Zusage.

Drei Stufen eines Manuskripts

Ich habe für mich gelernt, dass man grob drei Stufen unterscheiden kann.

Ein schwaches Manuskript
→ wird sofort aussortiert
→ keine Rückmeldung

Ein mittleres Manuskript
→ wird gelesen
→ Standardabsage

Ein gutes Manuskript
→ wird gelesen
→ bekommt positives Feedback
→ scheitert an Passung

Und ich denke genau dort befinde ich mich irgendwo.

Und wenn man diese Stufe erreicht, ist das bereits ein Zeichen, dass man herausgestochen ist.

Denn Verlage bekommen jeden Monat sehr viele Manuskripte.

Was ich daraus gelernt habe

Der wichtigste Punkt für mich war:

Mein Manuskript funktioniert

Es wurde nicht sofort aussortiert.
Es wurde gelesen.
Es wurde eingeordnet.

Ich weiß jetzt:

  • Ich bin auf dem richtigen Weg
  • Mein Text hat Substanz
  • Ich liege nicht komplett daneben

Es ersetzt keine Zusage, aber es gibt etwas anderes zurück: Vertrauen in den eigenen Text.

Die Realität hinter Zusagen

Viele Autoren bekommen mehrere Absagen, bevor sie eine Zusage erhalten.

Oft sogar viele.

Zum Beispiel:

  • 8 Absagen → dann Zusage
  • 15 Absagen → dann Zusage
  • 25 Absagen → dann Zusage

Und häufig sind genau solche Rückmeldungen vorher dabei.

Im Rennen, aber noch nicht am Ziel

Das ist wahrscheinlich die ehrlichste Beschreibung.

Mein Manuskript ist nicht durchgefallen.

Es hat nur noch nicht den richtigen Platz gefunden.

Und genau dieser Teil ist schwer planbar.

Denn hier spielen Dinge eine Rolle wie:

  • Timing
  • Programm
  • persönlicher Geschmack

Das bedeutet nicht automatisch, dass man kurz vor einer Zusage steht.

Aber: Das Manuskript ist bereit. Es braucht nur noch den richtigen Verlag

Zum Mitnehmen

Eine Absage ist nicht automatisch ein Urteil über deinen Text.

Manchmal ist sie einfach ein Zeichen dafür, dass es noch nicht gepasst hat.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem man weitermacht.

Nicht, weil man muss.

Sondern weil man merkt, dass die Geschichte trägt.

Ich melde mich mit einem zweiten Teil, wenn sich etwas verändert.
Wenn aus Absagen eine Zusage wird.

Wenn dich mein Weg als Autorin interessiert und du miterleben möchtest, wie sich solche Schritte wirklich anfühlen, begleite mich gern ein Stück.

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Manchmal geht es um Fortschritte.
Manchmal um Zweifel.
Und manchmal einfach darum, dranzubleiben.

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